Meteorito: Wine on the rocks mal anders

Einen Klumpen aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter kann man entweder ins Museum oder ins Weinfass legen. Letzteres hat sich zumindest der gebürtige Engländer Ian Hutcheon gedacht. Unter dem Namen „Meteorito“ entsteht der Wein im Weingut Tremonte in Chile, einige Kilometer südwestlich von Santiago.

TremonteGrundlage ist ein Cabernet Sauvignon. 25 Tage fermentiert und 12 Monate im Holzfass ausgebaut. Im Fass bekommt der Wein dann Gesellschaft von einem 4,5 Milliarden Jahre alten Meteoriten. Das knapp zehn Zentimeter lange Steinchen ist die Leihgabe eines amerikanischen Sammlers.

Die Weinexperten von GMX schreiben dazu:

Nach einem Jahr dieser so genannten malolaktischen Gärung soll der Wein dann die wichtigsten Partikel des Meteors aufgenommen haben und wird noch einmal mit einer Ladung Cabernet Sauvignon vermischt. Auf diese Weise hat Hutcheon schon etwa 10.000 Liter des Spezialgebräus angefertigt.

Was der Wein kosten wird? Unbekannt. Ob der Wein nach Weltall schmeckt? Unbekannt. Wie schmeckt Weltall überhaupt? Unbekannt.

Wer den Wein probieren will, kann sich direkt an das Weingut wenden. Ob der Wein anschließend auch nach Deutschland geliefert wird? Verhandlungssache. :-)

Wein-Mythen Teil 9: Korkenzieher – gibt es DEN Besten?

Diskussionen über Korkenzieher können fast so emotional sein, wie Diskussionen über den Korken selbst. Ähnlich wie manche auf Kork als einzig richtigen Verschluss schwören, setzen einige ausschließlich auf DEN einen Korkenzieher als das einzig wahre Gerät, um den Korken zu entfernen und an den Wein zu gelangen.

Wir haben uns etwas umgeschaut und versucht herauszufinden, was denn nun DER beste Korkenzieher am Markt ist, unabhängig von Marken und Herstellern. Uns ging es in erster Linie um die Funktionsweise und Handhabung.

T-Korkenzieher (Quelle: Wikipedia.de) Der absolute Klassiker: Der T-Korkenzieher. Eine Spindel, ein Griff. Fertig. Das Fazit der meisten Tester: Funktioniert, ist aber extrem kraftaufwändig und wenig komfortabel. Sitzt der Korken fest, hilft nur Einklemmen der Flasche zwischen den Oberschenkeln und Daumendrücken, dass der Korken nicht reisst und der Flaschenhals nicht bricht.
Praktisch und komfortabel: Der Drehgriff- oder Spindelkorkenzieher. Diese Modelle bugsieren den Korken nicht durch Ziehen aus der Flasche, sondern durch die Drehbewegung einer gegenläufigen Spindel. Die Spindel selbst ist meist speziell beschichtet und sehr dünn gehalten und „schraubt“ sich in den Korken, während dieser sich an der Spindel nach oben bewegt. Fazit: Sehr einfach in der Handhabung und wenig Kraftaufwand. Allerdings kann es bei manchen Modellen mit geschlossener Glocke zu Problemen bei dicken Flaschenhälsen kommen.
Ein weiterer Klassiker: Der Flügel- oder Hebelkorkenzieher. Die Funktionsweise ist eigentlich sehr simpel. Die Spindel wird angesetzt und in den Korken gedreht. Gleichzeitig heben sich „die Flügel“ an den Seiten, bis sie fast senkrecht nach oben schauen. Durch Herunterklappen der Flügel wird der Korken aus der Flasche gezogen. Kraftaufwand: gering. Allerdings ist die Spindel oftmals etwas kurz und der Korken kommt nicht komplett aus der Flasche und muss am Ende durch Hebeln und Ziehen aus der Flasche bugsiert werden.
Profi-Equipment am Küchentisch: Der Tischkorkenzieher. Für den Privatgebrauch eigentlich übertrieben sind Tischkorkenzieher. Fest am Tisch verschraubt, erlauben sie durch einen Hebelmechanismus und einen ausladenden Hebelarm das schnelle Öffnen der Flasche. Kraftaufwand: sehr gering. Wer Wein in rauhen Mengen trinkt, wird mit einem Tischkorkenzieher vielleicht glücklich. Für den Rest dürften diese Modelle sowohl von den Abmessungen als auch vom Preis etwas überdimensioniert sein.
Halbautomatische Zangenkorkenzieher: vom Grundprinzip eine Mischung aus Flügel- und Tischkorkenziehern. Eine Art Zange wird um den Flaschenhals gelegt und die Flasche damit fixiert. Die Spindel dreht sich anschließend durch Herunterdrücken eines Hebels in den Korken. Bewegt man den Hebel wieder nach oben, wird der Korken ohne großen Kraftaufwand aus der Flasche gezogen. Fazit: sehr komfortabel, aber auch teuerer in der Anschaffung und ausserdem etwas klobig und platzraubend bei der Aufbewahrung.
In der Gastronomie der Standard: Das Kellnermesser. Die Spindel wird in den Korken gedreht und anschließend ein kleiner Hebel am Flaschenhals angelegt. Anschließend wird der Korken durch eine Hebelbewegung aus der Flasche gehebelt. Fazit: geringer Kraftaufwand mit etwas Erfahrung sowie einige Übung, um den Korken auf Anhieb vollständig aus der Flasche zu bekommen. Viele Weinliebhaber schwören darauf.
Sehr speziell sind Federkorkenzieher. Anstelle einer Spindel werden zwei unterschiedlich lange Metallstreifen zwischen Flaschenhals und Korken in die Flasche geschoben. Durch vorsichtige Dreh- und Ziehbewegungen verkanten sich die Metallstreifen und bugsieren den Korken durch weitere Dreh- und Ziehbewegungen aus der Flasche. Mit etwas Übung bekommt man den Korken am Ende tatsächlich aus der Flasche. Ohne Übung ist es eine schwer lösbare Aufgabe. Allerdings sind Federkorkenzieher bei sehr alten und brüchigen Korken oft das einzige Hilfsmittel, um an den Wein zu gelangen. Die Gefahr des Korkenbruchs ist bei diesem System sehr gering.
Fragwürdige Exoten: Zu den wohl fragwürdigsten Exoten zählen Gaskartuschen-Korkenzieher. Eine Nadel sticht dabei durch den Korken und pumpt Luft in die Flasche, wodurch der Korken herausgedrückt werden soll. Klappt aber nicht immer und wenn es klappt, ist nach etwa sieben Weinflaschen die Gaskartusche bereits leer. Fazit: unsinnig. Nicht viel sinnvoller für den alltäglichen Gebrauch aber etwas witziger, ist der Korkenzieher, den es gemeinsam mit einem Akkuschrauber gibt. Fazit: Etwas für den Heimwerkerkönig.

Wir hatten am Anfang des Artikels angekündigt zu schauen, was DER beste Korkenzieher ist. Das ist aber überhaupt nicht so leicht zu beantworten. Was wir schnell gemerkt haben: Es geht auch hierbei oft um Glaube, Stil und eine klassische oder moderne Einstellung. Die Stiftung Warentest gibt beispielsweise den Flügel- und halbautomatischen Zangenkorkenziehern den Vorzug, während die meisten Weinexperten auf das Kellnermesser oder den Spindelkorkenzieher schwören.

Selbst bei uns im Team sind drei unterschiedliche Modelle im Einsatz: Spindelkorkenzieher, Zangenkorkenzieher und natürlich das Kellnermesser.

Fazit: DEN besten Korkenzieher für jeden Weintrinker gibt es nicht.

Jetzt ist er da, der Winter: Wann gefriert eigentlich Wein?

Der Winter ist heuer zwar spät gekommen, aber dafür lässt er uns jetzt so richtig frieren, mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich! Wie immer gilt unsere erste Sorge dem Wein und daher stellten wir uns die Frage: „Wann gefriert eigentlich Wein?“

Der Gefrierpunkt hängt vom Alkoholgehalt ab. Je höher der Alkoholgehalt, desto kälter muss es sein, damit der Wein gefriert. Bei 12 % Alkoholgehalt liegt der Gefrierpunkt bei etwa -5 °C, bei 14 % bei etwa -6 °C. Allerdings kommt es schon weit früher zu Qualitätseinbußen. Die durch die Kälte veränderten chemischen Prozesse schaden dem Wein schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, wie die DLG auf wein.de schreibt:

Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob es denn nun überhaupt so dramatisch ist, wenn Wein friert. Ist es, wissen die Experten! Klaus Rufli von der DLG: “Es muss auf alle Fälle vermieden werden, dass der Wein gefriert. Die dann ausfallenden weineigenen Eiweiße führen alleine oder zusammen mit Polyphenolen zu Trübungen.”

Auch wird das physikalische Gleichgewicht der ‘alkoholischen Lösung’ Wein gestört: Der Mineralstoff-Haushalt gerät durcheinander, da der Lösungskoeffizient von z. B. Kalium temperaturabhängig ist fällt ungewollt Weinstein aus. Dadurch sinkt wiederum der Säuregehalt im Wein.

Auch vermindert sich bei gefrorenem Wein der zuckerfreie Extrakt. Der Wein schmeckt dadurch milder und ist weniger prägnant.

Was einige in ihren hoffentlich warmen Büros und Wohnzimmern vielleicht vergessen: Auch der Versand- und Onlinehandel ist durch den momentanen Kälteeinbruch betroffen. Bei den aktuell vorherrschenden Temperaturen ist ein sicherer Versand kaum noch möglich. Erste Weinshops, wie zum Beispiel cru.de, haben darum Lieferungen vorübergehend eingestellt:

Wir haben uns entschlossen, aktuell die Auslieferung von Weinsendungen zu Ihrer Sicherheit einzustellen, da wir nicht garantieren können, dass die Weine während der mindestens 24 stündigen Auslieferungsphase bei über 0 Grad gehalten werden.

Wir bitten um Ihr Verständnis und werden alle Bestellungen zeitnah versenden, wenn es das Wetter wieder zulässt.

Natürlich gibt es Möglichkeiten, die Temperatur des Weins für den Versand mit sogenannten „Hotpacks“, die eigentlich für den Versand von Zierfischen eingesetzt werden, für bis zu 24 Stunden über 0 °C zu halten. Allerdings bieten das die wenigsten Versender (bislang) an.

Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollen, warten Sie lieber noch ein paar Tage mit Ihrer Bestellung, bis das Wetter dem Wein wieder etwas gesonnener ist. Das erspart Ihnen eine spätere Enttäuschung und außerdem wäre es einfach schade um den guten Wein…