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Winepunk! Oder warum auch Lambrusco guter Wein sein kann

28. November 2011

Viele „Weinkenner“ sehen im Lambrusco wohl das (untere) Ende der Qualitätsskala. Dazu noch Fast Food und der kulinarische Supergau ist perfekt. Für Marco Giovanni Zanetti fängt es hier erst an: der Sommelier und Weinberater hat im letzten Sommer eine „Lambrusco Verkostung mit Burger und jeder Menge Spaß“ veranstaltet. Eingeladen waren Weinmacher, Blogger und Sommeliers.

Winepunk! nennt Zanetti das. Angefangen hat alles vor vier Jahren:

Wir schreiben das Jahr 2007 (dreißig Jahre nach `77). Ich befinde mich in Vail (Rocky Mountains) und stelle in einem Weinfachgeschäft Weine aus dem Veneto vor. Es handelt sich um autochthone Rebsorten. Den Inhaber interessiert das einen feuchten Kehricht. Jerry K. erzählt stattdessen von seinen Etikettenweinerlebnissen, sowie den drei- bis vierstelligen Beträgen, welche die Weine kosten und bekommt dabei Sabber vor den Mund. Mich langweilt sein Vortrag zu Tode, denn es ist klar dass der Gute Vatter von Wein und der dazu gehörenden Lebensfreude genau so viel versteht wie eine Kuh vom Tiefseetauchen! Zum Abschluss dieser Begegnung der X. Art überreicht er mir in überheblicher arroganter Art seine Visitenkarte:

THE GRANDE LABELS IN WINE - Jerry K. – Owner.
Ich ergänze: WINESNOB! Was kann man solchen Leuten entgegensetzen, fragte ich mich ?

WINEPUNK! war geboren.

Winepunk! - „Gegen das Establishment“. Unter dieser Devise versuchen die Winepunks rund um Marco Giovanni Zanetti und den Traditionsweinhändler Fertsch, Wein einen anderen Stellenwert zu geben. Kein luxuriöses und schickes Thema für einen elitären Kreis, sondern Wein für alle. Für Winepunks zählen nicht berühmte Namen, sondern der Geschmack. Wein und Genuss für alle, die sich bis jetzt noch nicht mit gutem Wein beschäftigen konnten, wollten oder durften.

In der klassischen Weinszene gefällt das nicht jedem. Manch alteingesessener Weinkenner fühlt sich dadurch gehörig auf den Schlips getreten. Erst im Oktober hatte die Weinzeitschrift „Vinum“ wenig schmeichelhafte Worte für die Winepunks! übrig:

Was die Punkrocker der 70er Jahre für die Rockmusik taten, wollen die Winepunks unserer Zeit für den Wein tun: die Befreiung aus den Fängen der Oberschicht, das Getränk raus auf die Strasse holen und somit seinen elitären Anstrich nehmen. Doch das Bild eines Punks, eines Menschen der von Anarchie – von einer Gesellschaft ohne Herrschaft träumt – ist im Weinbereich grundsätzlich Fehl am Platz. Chaos führt schon im Ansatz zu schlechten Resultaten im Rebberg und im Keller. … käme ich mir komisch vor auf einem Rockkonzert mit einem Glas Pinot Noir zu rumzustehen. Das trinke ich hier!”

Das Weingut Würtz hatte daraufhin eine sehr lesenswerte Antwort im Würtz-Blog verfasst.

Winepunk! hin oder her. Mit einem haben die Macher vollkommen recht: Wein ist keine elitäre Angelegenheit. Wer gerne Lambrusco trinkt, soll das auch tun – ohne dabei schiefe Blicke auf sich zu ziehen. Wein auf Punk-Konzerten? Warum nicht!

Wir verfolgen die Entwicklung rund um die Winepunks sehr aufmerksam, weil wir denken, dass vieles davon in die richtige Richtung geht. Eine Richtung, die wir auch mit mywineportal.com einschlagen: einem Marktplatz für Wein, auf dem die Empfehlungen von Mensch zu Mensch und das subjektive persönliche Empfinden im Vordergrund stehen und nicht nur Auszeichnungen und Prädikate diskutiert werden.

In diesem Punkt sind wir uns da mit den Winepunks einig: Wein sollte in erster Linie Spaß machen. Und wenn Lambrusco Spaß macht? Dann ist das so.


Kommentare (3)