England besinnt sich: Deutsche Spätburgunder belegen Spitzenplätze

Deutsche Weine werden immmer mehr zum Exportschlager. Neben den USA gehört vor allem Großbritannien zu den Hauptabnehmern. Auf Initiative des Deutschen Weininstitutes haben in London letzte Woche einige Experten verschiedenen Spätburgunder getestet und kommen zu sehr ordentlichen Einschätzungen:

Die 13-köpfige internationale Expertenjury, der unter anderem die britische Weinkritikerin Jancis Robinson sowie Master of Wine Tim Atkin angehörten, zeigte sich absolut überrascht von den herausragenden Qualitäten und der stilistischen Vielfalt der deutschen Gewächse. „Dieses tolle Abschneiden der deutschen Spätburgunder hat die Fachwelt hier absolut erstaunt“, berichtete DWI-Marketingleiter des Deutschen Weininstituts, Steffen Schindler, aus London. „Wir haben uns dieser Herausforderung bewusst gestellt, da wir schon seit langem von der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unserer Spätburgunder überzeugt sind. Dies haben unsere Weine heute eindrucksvoll bewiesen“

Der erste Platz ging zwar an ein Weingut aus den USA. Deutsche Spätburgunder belegten dafür ganze sieben der verbliebenen Plätze unter den Top Ten:

Als bester deutscher Spätburgunder kam der 2008er Spätburgunder, Saulheimer Hölle, vom Weingut Thörle aus dem rheinhessischen Saulheim auf Platz drei. Die Ränge eins und zwei belegten der 2009er Pinot Noir Eola Amity Hills des Weinguts Antica Terra (Oregon, USA), vor dem 2008er Pinot Noir Isabelle des Weinguts Au bon Climat aus Kalifornien (USA). Die Ränge vier bis sieben, sowie neun und zehn gingen ebenfalls nach Deutschland an die Weingüter Paul Fürst (Franken), Ziereisen (Baden) mit zwei Weinen, Gutzler (Rheinhessen), Stodden (Ahr) und Heitlinger (Baden).

Dass sich Weinexperten nicht immer einig sind und Ihre Meinung auch schnell wieder ändern, zeigen dagegen die Töne aus England die vor einigen Jahren noch ganz anders klangen: “Die meisten deutschen Weine sind langweilig…

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